Die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie kann je Sitzung weiterhin analog Nr. 245 GOÄ, erhöhte Hygienemaßnahmen, zum 2,3fachen Satz abgerechnet werden. Aktuell gilt die Befristung dafür bis zum 30.09.2020. Weiterhin ist die Abrechnung jetzt rückwirkend bis zum 09.04.2020 möglich.

Die Abrechnungsempfehlung ist wie bisher nur bei unmittelbarem, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt anwendbar. Bei Berechnung der Analoggebühr nach Nr. 245 GOÄ kann ein erhöhter Hygieneaufwand nicht zeitgleich durch Überschreiten des 2,3fachen Gebührensatzes für die in der Sitzung erbrachten ärztlichen Leistungen berechnet werden. Wegen der nach § 21 Abs. 6 KHG pauschal in Höhe von 50/100 Euro finanzierten Kosten für Schutzausrüstungen sind ärztliche Leistungen bei stationärer Behandlung von dieser Abrechnungsempfehlung ausgenommen, sofern die Behandlung in einem zugelassenen Krankenhaus nach § 108 SGB V erfolgt.

Die entsprechende Veröffentlichung der Bundesärztekammer finden Sie hier